3190: Verhindern von Verschwörungstheorien

Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat eine Gruppe von Psychologen und Staatsrechtlern zusammengestellt, die gerade für Abgeordnete Empfehlungen geben soll zur Verhinderung von Verschwörungstheorien.

1. Verschwörungstheorien hat es schon immer gegeben. Über soziale Medien werden sie gegenwärtig besonders gefährlich.

2. Herausgearbeitet werden sollen die Trennlinien zwischen einer begründeten anderen Meinung und einer Verschwörungstheorie.

3. Verschwörungstheorien nehmen einen „großen Plan“ an, mit dem „Eliten“ sich bereichern oder zur Dezimierung der Weltbevölkerung eine Verschwörung von Hochfinanz, Politik und Medien behaupten.

4. Meistens wird in Verschwörungstheorien gegen Minderheiten gehetzt.

5. Viele Verschwörungs-Milieus sind antisemitisch.

6. Nach der QAnon-These werden Kinder gefangen gehalten, um aus ihrem Blut Verjüngungsmittel zu gewinnen.

7. Nach einer anderen Verschwörungs-These züchtet der Staat Stechmücken, die im Winter überleben und heimlich den neuen Covid-Impfstoff verabreichen.

8. Verschwörungstheorien werden von ihren Anhängern geglaubt, im Gegensatz zu bewusst produzierten Fake-News.

9. Wie stets gibt es auch viele Mitläufer, bei denen man ansetzen muss, will man die Verschwörungtheorie verhindern (Andreas Glas, Johann Osel, SZ 23.12.20).

10. Besonders verbreitet sind Verschwörungstheorien unter Ärzten.

11. Sie stellen Blanko-Atteste zur Vermeidung von Masken aus.

12. Für den Präsidenten der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, geht das bis hin zu Wahnvorstellungen.

13. Darunter hat der Ruf der deutschen Ärzte bereits gelitten.

14. Unter vielen Verschwörungstheoretikern gibt es Abscheu vor der „Elite“.

15. Für einige Verschwörungstheoretiker ist die Corona-Pandemie eine Lüge, eine „perfide Wirtschaftsreform mit eingebautem Überwachungsstaat“ (Boris Herrmann, Henrike Rossbach, SZ 23.12.20).

 

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