Der Mörder des slowakischen Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter muss 23 Jahre ins Gefängnis. Er hatte die Opfer im Februar 2018 in deren Haus erschossen. Die Verlobte ist ein Zufallsopfer, der Täter hatte nicht damit gerechnet, sie anzutreffen. „Kaltblütigkeit und Heimtücke“ hätten das Handeln des 37-jährigen Täters bestimmt, begründete die Richterin, Ruzena Savova, den Spruch des Gerichts.
Kuciak hatte über die illegalen Geschäfte des Unternehmers Marian Kocner geschrieben und dessen Verbindungen zur damaligen Regierungspartei. Die seinerzeitige Regierung soll Beziehungen zur Mafia unterhalten haben. Auch darüber schrieb Kuciak. Kocner hatte den Journalisten bedroht und soll den Mord in Auftrag gegeben haben. Die Gerichtsverhandlung gegen ihn und zwei mutmaßliche Mittäter wird ab Mitte April fortgesführt.
Am 29 Februar wurden neue Parteien an die Macht gewählt. Sie versprechen, gegen die Korruption zu kämpfen (VGR, SZ 7.4.20).