2018 waren 12,8 Prozent aller abhängig Beschäftigten befristet beschäftigt. Das hat das Deutsche Institit für Wirtschaftsforschung (DIW) ausgerechnet. 2005 waren es noch 14,6 Prozent. Angesichts dessen zeigen sich die DIW-Forscher überrascht. Kürzlich hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) noch einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung sachgrundloser Befristungen angekündigt. Generell haben Deutsche am Anfang ihrer Karriere häufiger einen befristeten Arbeitsvertrag. Weil inzwischen Elternzeiten in Mode sind, wird zur Vertretung oft eine befristete Stelle geschaffen. Die geht an Berufseinsteiger. Der nächste von ihnen fängt wieder als Elternzeit-Vertretung an. DIW: „Weil die Frauenerwerbstätigkeit zugenommen hat und mehr Arbeitnehmer in Elternzeit gehen, hätte das Phänomen der Befristungen wachsen können. Also kann man diesen Rückgang als doppelten Erfolg verbuchen.“ (bern, FAS 15.12.19)