Die Anzeigenerlöse gehen zurück. Die Zahl der Vollredaktionen sinkt. Das bringt eine seriöse Nachrichtenagentur wie die dpa (Hauptsitz Hamburg) wirtschaftlich in Bedrängnis. Auf dem gleichen Level wie dpa arbeiten
Reuters, Associated Press (AP), und Agence France Press (AFP).
Hier gilt das Objektivitätsprinzip und die Trennung von Nachricht und Meinung. Die russischen und chinesischen Agenturen sind Propagandaeinrichtungen.
Neuerdings wollen Großkunden wie Springer mit der dpa über die Preise verhandeln. Ein schlechtes Zeichen. dpa will die Bearbeitung der Texte für die
zwölf Landesdienste
bis Ende 2020 in Berlin zentralisieren. Das kostet laut dpa-Chefredakteur Sven Gösmann etwa acht bis zehn Redakteursstellen. Der Arbeitsplatzabbau soll „sozialverträglich“ gestaltet werden. dpa bietet aber auch jüngeren Kollegen Abfindungen an. Die dpa-Mitarbeiter protestieren gegen die geplanten Sparmaßnahmen. „Für hochwertige, konzentrierte Berichterstattung bliebe deutlich weniger Zeit. Das würden auch die Kunden merken.“
Der eine oder andere dpa-Mitarbeiter muss wohl nach Berlin umziehen (E. Britzelmeier/S. Mayr, SZ 1.10.19).