Mit dem „synodalen Weg“ hat die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) im vergangenen März auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche reagiert. Sie will dabei in den nächsten zwei Jahren zusammenarbeiten mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Es sollen Themen bearbeitet werden, die in der einen oder anderen Weise den Hintergrund des Missbrauchsskandals bildeten: Macht in der Kirche, Lebensform der Priester, Sexualmoral sowie Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche.
Immer wieder kommt es in der deutschen katholischen Kirche zu ernsthaften Reformvorschlägen und -versuchen. Meistens werden sie vom Vatikan unterbunden. So auch jetzt wieder. Der Präfekt der vatikanischen Kongregation, Marc Kardinal Quellet, hat in einem Brief vom 4. September 2019 darauf verwiesen, dass Papst Franziskus das Vorhaben bereits abgelehnt hat (SZ 14.9.19).