2446: Ehrenerklärung für Peter Schäfer

„Mehr als dreihundertundsiebzig Wissenschaftler aus aller Welt haben eine Ehrenerklärung für den zurückgetretenen Direktor des Jüdischen Museums Berlin, Peter Schäfer, unterzeichnet. In der Erklärung heißt es, Schäfer sei der größte Gelehrte für Judaistik im Nachkriegsdeutschland und einer der herausragenden Wissenschaftler seiner Generation. Seine erzwungene Demission aufgrund von ‚falschen Anschuldigungen‘ und ‚Lügen‘ sei ‚empörend‘. Schäfer hatte am 14. Juni nach scharfer Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland am öffentlichen Erscheinungsbild des Jüdischen Museums sein Amt aufgegeben. Anlass der Vorwürfe war eine Twitter-Nachricht, in der das Museum implizit den im Mai gefassten Beschluss des Bundestages gegen die antiisraelische Boykottbewegung BDS kritisiert hatte. Zu den Unterzeichnern der Petition gehören die

amerikanische Philosophin Judith Butler,

die deutsche Historikerin Ute Frevert,

der israelische Talmudexperte Ishay Rosen-Zwi,

die Historiker Anthony Grafton und Anson Rabinbach,

der Theologe Christoph Markschies,

der Publizist Micha Brumlik sowie

Stefanie Schüler-Springorum, die Leiterin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung.“

(kil, FAZ 22.6.19)

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