2439: Franziska Giffey zu ihrer Doktorarbeit

Henrike Rossbach und Stefan Braun (SZ 19./20.6.19) befragen in einem Interview Bundesfamilienministerin Franziska Giffey u.a. zu ihrer Doktorarbeit.

SZ: Irgendwann in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten wird die Freie Universität Berlin ein Urteil über Ihre Dissertation fällen. Wie sehr schwebt das über Ihnen?

Giffey: Ich bin in einer Situation, in der eine anonyme Internetplattform Vorwürfe gegen mich erhoben hat. Ich habe meine Doktorarbeit deshalb bewusst zur Prüfung und Bewertung an die Freie Universität gegeben – an die Institution, die mich fünf Jahre begleitet und mir diesen Titel verliehen hat. Ich habe meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Und wenn sie heute anders bewertet wird, dann muss ich damit umgehen.

SZ: Aber was bedeutet das denn nun für Sie?

Giffey: Ich kann nicht jeden Tag darüber nachdenken und mich verrückt machen lassen. Das ist alles verschwendete Energie und Kraft. Ich muss die Entscheidung der Universität abwarten. Aber bis dahin werde ich nicht die Hände in den Schoß legen. Das geht doch nicht! Wir müssen doch was machen!

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.