In Österreich gibt es Neuwahlen. Die einzige Möglichkeit, aus dem Strache (FPÖ)-Skandal einigermaßen unbeschädigt herauszukommen. Das Video mit der Kungelei Hans-Christian Straches (FPÖ) mit Russen übertrifft noch alles, was man sich an Abgründen bei der FPÖ und den mit ihr befreundeten Neo-Nationalisten (AfP, Le Pen, Salvini, Farrage et alii) vorstellen konnte. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geht mit Neuwahlen ein für ihn nicht unerhebliches Risiko ein.
Im Strache-Skandal werden Strukturen der neo-nationalistischen Politik in Europa und den USA (Steve Bannon) deutlich:
1. eine feste Bindung an Russland und seine einschlägigen Oligarchen,
2. eine illegale Parteienfinanzierung,
(die von Strache genannten Unternehmer René Benko, Gaston Glock, Heidi Goess-Horten und der Glücksspielkonzern Novomatic haben Spenden an die FPÖ umgehend dementiert),
3. Staatsaufträge zur Belohnung, also die strafbare Verwendung von Steuermitteln,
4. Manipulation der Massenmedien, Entlassen oder Fördern einschlägiger Journalisten, Subventionieren von speziellen Medien,
5. vollständige Verschleierung dieser Maßnahmen.
Mit anderen Worten: mehrfach tun die Neo-Nationalisten das genaue Gegenteil von dem, was ihre Propaganda sagt („Lügenpresse“). Sie betrügen die Wählerinnen und Wähler, um an die Macht zu gelangen (FAS 19.5.19, Stephan Löwenstein, FAS 19.5.19).