Einer Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) zufolge wählen Bürger mit Wurzeln im Ausland zu 43,2 Prozent die CDU und die CSU. „Menschen mit Migrationshintergrund bevorzugen nicht länger mehrheitlich die Parteien links der Mitte.“ Im Jahr 2016 war die SPD noch die beliebteste Partei. Sie verlor 15,1 Prozent und liegt jetzt bei 25 Prozent. Die Grünen sanken in der Gunst der Befragten von 13,2 auf zehn (10) Prozent. Zugewinne konnte neben den Unionsparteien auch die AfD verbuchen (von 1,8 auf 4,8 Prozent). Auch die FDP verbesserte sich. Die Linke verlor.
Die Erhebung ist Teil des „Integrationsbarometers“ des SVR. Dafür waren zwischen Juli 2017 und Januar 2018 knapp 9.300 volljährige Menschen befragt worden. Davon rund 3.500 mit Migrationshintergrund. In Deutschland leben rund 19 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind 23,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei der Bundestagswahl 2017 lag der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund bei 10,2 Prozent. Nach der Studie hat eine Person einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde (dpa, afp, GHE, SZ 28.9.18).