Die Entscheidung der Welt-Antidoping-Agentur Wada, Russland wieder aufzunehmen und nach einem dreijährigen Ausschluss wegen flächendeckenden Dopings voll zu rehabilitieren, hat in der internationalen Sportler-Welt und bei den seriösen Doping-Bekämpfern Entsetzen ausgelöst. Selbst der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), Alfons Hörmann, äußert sich klar. In einem Interview mit Christoph Cöln (Welt 22.9.18) sagt er:
„Es ist bislang nicht erkennbar, dass Russland wirklich Einsicht zeigt. Die Verantwortlichen müssen endlich Verantwortung übernehmen und aufzeigen, dass der faire Wettkampf der Athletinnen und Athleten als verbindendes Element des Weltsports akzeptiert und aktiv umgesetzt wird.“
„Deutschland zählt mit der unabhängigen Nada zweifelsohne zu den Nationen mit einem hervorrragenden Anti-Doping-System – und das ist gut und wichtig so. Wir als DOSB können zur Prävention beitragen, indem wir unsere Athletinnen und Athleten des Teams Deutschland in ihrer klaren Haltung gegen Doping stärken und ihnen möglichst gute Rahmenbedingungen bieten, damit sie international konkurrenzfähig sind. Das tun wir unter anderem durch die derzeit laufende Reform der Leistungssportförderung und eine sehr klare Haltung zum Thema Fair Play mit allen Konsequenzen bei Verstößen.“