2114: Grüne Antworten

Das Ansehen der Grünen ist gestiegen. Sie sind mittlerweile Wortführer gegen die AfD. Vielleicht gegenwärtig die wichtigste Aufgabe, die wir zu lösen haben. Und Robert Habeck ist nicht mehr Minister in Kiel und kann sich auf Berlin konzentrieren. Da wird es Zeit, dass die Grünen den Erwartungen, die an sie gerichtet werden, entschlossener gerecht werden als bisher. Es darf nicht bei interessanten Zwischenrufen und ich-orientierten Blogbeiträgen bleiben.

In Bayern sind die Grünen mittlerweile zweitstärkste Kraft mit 15 Prozent. Hier sympathisieren inzwischen Menschen mit ihnen, die sich früher eher die Hand abgehackt hätten, als ihr Kreuz bei den Grünen zu machen. „Es sind insbesondere Kirchenleute, Frauen, auch Ältere, die sich vom nassforschen Rechtskurs der Söders und Dobrindts abwenden und Unterschlupf bei einer Partei suchen, die viele einst irgendwo zwischen Kopfläusen und Terrorismus verortet haben.“

Die Grünen verteidigen heute zu Recht die Menschenrechte und den Staat, der für sie einst der „Bullenstaat“ war. Im Europawahlprogramm heißt es sogar, man wolle eine „verstärkte Zusammenarbeit der Streitkräfte in der EU“. Sehr richtig! „Die Grünenspitze muss mutigere Antworten geben als bisher auf Fragen von Migration und Abschiebung, von Ungerechtigkeit, Verödung auf dem Land und Radikalisierung.“ (Constanze von Bullion, SZ 1./2.9.18)

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