Die Wirtschaftsverbände Bundesverband der Industrie (BDI), Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) ergreifen in der Migrationspolitik Partei für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Und das nicht zum ersten Mal. In einem anderthalbseitigen Schreiben der jeweiligen Präsidenten heißt es: „Mit Sorge blickt die deutsche Wirtschaft auf die Auseinandersetzungen der vergangenen Wochen innerhalb der Bundesregierung.“
„Die deutsche Wirtschaft ist überzeugt, dass nationale Alleingänge mehr Schaden als Nutzen anrichten. Renationalisierung als Antwort auf globale Herausforderungen ist wirkungslos.“
Dass Flüchtlinge in Deutschland berufliche Perspektiven haben, ist den kleineren und mittleren Betrieben zu verdanken. Besonders im deutschen Handwerk. Es gibt inzwischen mehr als 11.000 Auszubildende, die als Asylbewerber aus den wichtigsten acht Herkunftsländern kamen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zuletzt 229.000 Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig beschäftigt, also jeder Vierte aus dieser Gruppe (FAZ 30.6.18).