2046: Volker Beck: Religionsunterricht nach der Verfassung

Volker Beck war religionspolitischer Sprecher der Grünen und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag. Er ist ein Experte für das Desaster in der Politik der Islamverbände in Deutschland. Jetzt lehrt er Religionspolitik am Zentrum für religionswissenschaftliche Studien in Bochum. Christine Brinck hat ihn für die „Zeit“ (14.6.18) interviewt.

Zeit: Der Religionsunterricht fällt auch in das Feld der Religionspolitik. Wie stehen Sie dazu?

Beck: Ich bin ein Anwalt unseres verfassungsrechtlichen Modells: dass Religionsunterricht an staatlichen Schulen stattfindet statt in Hinterhöfen; dass Religion von Lehrern unterrichtet wird, die Theologie nicht an irgendeiner privaten Bibel- oder Koranschule gelernt haben, sondern an einer staatlichen Hochschule. Die universitäre Theologie muss sich im geistigen Kosmos einer Universität mit Historikern und Philosophen auseinandersetzen. Das tut ihr gut. Insgesamt fördert das kooperative Verhältnis von Religion und Staat die Glaubensgemeinschaften: Es holt sie in die Mitte der Gesellschaft und bietet ihnen Ressourcen. Dieser Deal nützt dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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