Ernsthaft gibt es keine zwei Meinungen darüber, wie wichtig die deutsche Automobilindustrie für unser Sozialprodukt, für den Export und unsere Arbeitsplätze ist.
Aber nun ist wegen der Abgasbetrügereien der Lack ab. Ex-VW-Chef Martin Winterkorn muss aufpassen, wo er hinfährt, seit die US-Behörden einen Haftbefehl gegen ihn erlassen haben. Audi-Chef Rupert Stadler musste Hausdurchsuchungen im Büro und zu Hause über sich ergehen lassen. Und Daimler-Chef Dieter Zetsche („Bei uns wird nicht betrogen.“) muss 238.000 Autos wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen zurückrufen. Die deutsche Politik hat das alles zugelassen.
„Das bedeutet nicht das Ende der deutschen Automobilindustrie, im Gegenteil. Gute Autos bauen können die deutschen Hersteller, und wenn ihnen der Wandel gelingt, geht es für sie weiter. In der Zukunft, mit neuen Spielregeln.“ (Thomas Fromm, SZ 13.6.18)