1880: Donald Trumps Wirtschaftspolitik

1. Ganz im Sinn des von ihm bevorzugten Protektionismus hat Donald Trump einen 30-Prozent-Zoll auf Solarpanels und 50 Prozent auf Waschmaschinen eingeführt. Damit hilft er zwei insolventen Firmen, Suniva (Volksrepublik China) und Solarworld (Deutschland). China und Deutschland sind die schärfsten Rivalen der USA auf dem Weltmarkt.

2. In den USA reagierte der koreanische Waschmaschinenproduzent LG Electronics mit einer sofortigen Preiserhöhung um 50 Dollar. So werden Konsumenten in den USA erst einmal ärmer.

3. Profitieren wenigstens die gehätschelten Firmen und deren Belegschaft? Sie haben nur 3.200 Arnbeiter, während in der gesamten Solarindustrie 260.000 Jobs gefährdet sind. Der US-Sonnenenergieverband sagt allein für dieses Jahr den Verlust von 23.000 Arbeitsplätzen voraus.

4. Die US-Kunden verzichten auf das Solarkraftwerk für das eigene Heim. So gehen nochmals Arbeitsplätze verloren, für Dachdecker, Monteure, Zulieferer.

5. Wenn die Opfer der US-Abschottung Gleiches mit Gleichem vergelten und ebenfalls auf Protektionismus setzen, sinken US-Exporte und US-Job-Raten.

6. Von der Trump-Politik profitieren nicht die US-Arbeiter, sondern Malaysia, Südkorea und Vietnam. Deren Exporte in die USA werden steigen.

7. Trump will sich die EU vornehmen. Die wird zurückschlagen. Die Verlierer sind die Arbeiter und Verbraucher auf beiden Seiten (Josef Joffe, Die Zeit 1.2.18).

8. Donald Trump scheint einen wirtschaftspolitischen Plan zu haben, der auf die Vergrößerung der US-Staatsschulden und größere soziale Ungleichheit in den USA hinausläuft. Steuersenkungen für die Reichen, wenig Jobs für die Armen.

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