1. Wie seit langem geplant, haben kriminelle, linke Gewalttäter angefeuert von Parolen aus dem Schanzenviertel den G 20-Gipfel dazu genutzt, ihre Lust an der Gewalt, an der Zerstörung und am Chaos auszuleben.
2. Sie sind unter den Demonstranten eine Minderheit (ca. 2000 Personen), aber sie beherrschen die Szene.
3. Sie werden ggf. von linken Anwälten nach „alten“ Vorbildern („anwaltlicher Notdienst“) verteidigt und umfassend beraten.
4. In Hamburg erhielten die deutschen Kriminellen wohl zum ersten Mal große Unterstützung aus dem Ausland.
5. Es geht gegen das „bürgerliche System“, also gegen uns (die Unternehmer, Handwerksmeister, Betriebsräte, Lehrer, Psychotherapeuten, Geistlichen, Hochschullehrer et alii), die manchmal auch als Establishment bezeichnet werden.
6. Dieses Mal im Einsatz: Gehwegplatten von Baugerüsten, Präzisionszwillen mit Stahlgeschossen, Laserpointer gegen Hubschrauberpiloten („versuchter Totschlag“), Molotowcocktails, brennende Autos (auch vom DRK), geplünderte Supermärkte, zerstörte Bars, Cafès, Geschäfte, Geldautomaten, Barrikaden aus Holzbohlen, Fernsehern, Einkaufswagen und brennenden Leihrädern der DB u.a.
7. Zwischenbilanz bei den Sicherheitskräften (Polizei, Bundespolizei, Spezialkräfte beispielsweise aus Österreich) etwa 250 verletzte Personen.
8. Kommentar eines Rädelsführers: „Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber doch bitte nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum denn nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese? Also da gibt es auch bei uns großes Unverständnis, dass man im Schanzenviertel die eigenen Geschäfte zerlegt. Die Geschäfte, wo wir selbst, weil wir da wohnen, auch einkaufen.“ Ja, da hätte man den Neuen im „Schwarzen Block“ vorher noch Bescheid geben müssen, welche Geschäfte zerlegt werden dürfen und welche nicht.
9. Die Linke reagiert, wie nicht anders zu erwarten, mit der üblichen Verwirrung. Ihre Vorsitzende Katja Kipping: „Die Polizeiführung lässt ihre Hundertschaften mit schwerem Gerät durch die Straßen der Hansestadt marodieren und schikaniert Menschen, wie es wagen, Bier zu trinken oder im Zelt zu schlafen.“ Es bleibt dabei, dass unsere Kommunisten noch nicht voll in der Demokratie angekommen sind.
10. Die Grünen wackeln, auch wie üblich. Die innenpolitische Sprecherin, Irene Mihalic: „Leider hat das Vorgehen der Einsatzleitung der Hamburger Polizei zur Eskalation der ohnehin angespannten Lage erheblich beigetragen.“ Den staatsmännischen Part übernehmen dann wie immer die Vorsitzenden Cem Özdemir und Kathrin Göring-Eckardt: „Diese Gewaltexzesse sind keine Protestform, sondern brutale und sinnlose Zerstörung, die auf dem Rücken der Polizisten und der Anwohner ausgetragen wird.“ Die Grünen bleiben Wackelkandidaten. Es genügt ja politisch nicht, nur Subventionen abzugreifen und die Drecksarbeit anderen zu überlassen.
11. Die Union unter der Führung von Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière fährt eine ganz klar rechtsstaatliche Linie, die möglicherweise zudem noch davon gekennzeichnet war, die kriminelle Energie der Gewalttäter zu unterschätzen.
12. Für die SPD erklärt ihr Kanzlerkandidat Martin Schulz unmissverständlich: „Das ist sinnlose widerwärtige Gewalt. Ganz offensichtlich waren an den Krawallen nicht nur Chaoten aus Deutschland beteiligt. Das waren organisierte Gewalttäter aus ganz Europa. Wir haben es hier mit Mordbrennern zu tun – mit Gewalttätern, die Mordversuche vorbereiten und brandschatzend durch die Straßen zogen.“
13. Inzwischen sind wohl etwa 60 Haftbefehle vollstreckt. Das ist nun eine Sache der Gerichte.
14. Leider haben mehrere Hamburger Kirchengemeinden den Gewalttätern einen Teil ihrer Grundstücke zur Verfügung gestellt. Mit den üblichen flauen Gutmenschen-Sprüchen, die der Lage nicht gerecht werden.
15. Anwohner, die zu löschen versuchten, wurden mit Leuchtgranaten („Pyros“) angegriffen.
16. Eine sehr große Zahl von Schaulustigen hat versucht, mit ihren Handys die besten (nämlich gewalttättigsten) Szenen einzufangen. Die Schaulustigen behindern wie sonst auch die Arbeit der Polizei. Sie sollten stärker geächtet werden.
17. Das gesamte links-liberale Spießertum grenzt sich nicht klar genug von den Chaoten ab. Und seine allgemein gehaltenen Weltverbesserer-Sprüche ändern nichts daran, dass dieses Bürgertum sehr bourgeois wird, wenn es um ihr Vermögen und die Ausbildung ihrer Kinder in Privatschulen geht. Etc. Grässlich.
18. Die Gewalt beim G 20-Gipfel ist heute bereits Thema des Bundestagswahlkampfs 2017 (Michael Behrendt/Ulrich Exner/Denis Fengler/Florian Flade/Jakob Koch, Die Welt 8.7.17; Manuel Bewarder, Die Welt 8.7.17; Moritz Eichhorn/Frank Pergande, FAS 9.7.17; Peter Carstens, FAS 9.7.17; Anna Prizkau, FAS 9.7.17).
19. Der Kampf um die Deutungshoheit hat begonnen: Ich sehe CDU/CSU, SPD und FDP klar auf der rechtsstaatlichen Seite, die durchgehalten werden muss. Die Grünen wackeln, ihre Basis hat sich noch nicht weit genug von den „Genossen“ gelöst. Als Kommunisten-Nachfolge-Organisation ist die Linke generell imkompetent, insbesondere aber bei der Beurteilung von Gewaltkriminalität.
20. Bei all dem bleiben die G 20-Themen auf der Strecke (das Gipfel-Ergebnis ist mager). Wir könnten allemal mehr Klimaschutz vertragen, mehr freien Welthandel, mehr Frieden in Syrien, eine Domestizierung Nordkoreas etc. Und, bitte, eines noch: Den einen ist G 20 zu klein, weil z.B. die Afrikaner (außer Südafrika) weithin fehlen, den anderen zu groß, weil mit dem ganzen Tross (Sherpas) kein Verhandeln mehr möglich sei. Und manchmal vertreten die gleichen Leute beide Positionen gleichzeitig.
Ja, wie hätten Sie’s denn gern?