In der „Welt“ (17.12.16) beschäftigt sich Alan Posener mit dem „Untergang des Abendlands“. Er schreibt:
„Die USA und Europa sind zusammen die größte Wirtschaftsmacht der Erde. Die Nato das stärkste Militärbündnis. Die kapitalistische Demokratie immer noch die mit Abstand effizienteste Art, den Wohlstand zu erhöhen und die Bürger an der Politik zu beteiligen. Der Freihandel nachweislich dem Protektionismus überlegen. Multikulturelle Gesellschaften seit jeher resilienter als monokulturelle. Die Jugend ist für Europa und für die offene Gesellschaft. Hingegen die Feinde:
Russland
eine Kleptokratie, von Korruption und Alkoholismus zersetzt.
China
eine rasch alternde Gesellschaft, in der die Klassengegensätze rapide zunehmen.
Der radikale Islam
unfähig, ohne die Produkte des Westens zu leben, von Jeeps über Plastiksprengstoff bis hin zu Smartphones, von Hass und Lebensüberdruss zerfressen.
Die Flüchtlingswelle mag Europa destabilisieren, sie ist aber der lebende Beweis, dass der Westen nicht tot ist: Er ist im Gegenteil das Traumland der Mehrheit der Menschen.“
Das ist auch mein Abendland.