Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) möchte mehr Kinder fördern statt Fußball. „Wir können nicht in einem Atemzug den Kindern die Schaukel verwehren und gleichzeitig darüber nachdenken, wie wir schnellstmöglich wieder Bundesligaspiele stattfinden lassen.“ Vor allem Kleinkinder seien die Leidtragenden der Corona-Krise. Deshalb habe sie sich im Kabinett für eine schrittweise Öffnung der Kitas eingesetzt. Man könne bei der Gruppengröße ansetzen oder bei den Räumlichkeiten (SZ 30.4.20).
Hier können wir Frau Giffey nur zustimmen.
Der Fußball ist abhängig von den Fernsehgeldern, seit im Jahr 2000 Leo Kirch die Übertragungsrechte für 750 Millionen DM pro Saison kaufte (Premiere). Heute liegen die Rechte bei Sky (US-Medienkonzern Comcast) für eine Milliarde pro Spielzeit. Finden keine Spiele statt, muss nicht gezahlt werden. Deswegen sagte Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund): „Wenn wir die nächsten Monate nicht mehr spielen, dann säuft die ganze Liga ab.“ (Caspar Busse, SZ 30.4.20)