Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) gefällt sich in der Rolle des Provokateurs. Häufig und gezielt verstößt er gegen die Werte der Grünen. Jetzt hat er im Frühstücksfernsehen von Sat 1 folgendes gesagt: „Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären, auf Grund ihres Alters und ihrer Vorerkrankung.“ Er plädierte außerdem erneut dafür, die Beschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu lockern und „zwei getrennte Sphären“ zu schaffen, damit sich junge Menschen wieder frei bewegen könnten.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz: „Damit betätigt sich Palmer als Brandstifter, obwohl er kraft seines Amtes Feuerwehrmann sein muss.“ Die Grünen-Vorsitzenden von Baden-Württemberg, Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, sagten: „Boris Palmer spricht nicht für die Grünen. Mit seinen kalkulierten Ausrutschern und inszenierten Tabubrüchen beteiligt er sich an einer Polarisierung und Brutalisierung der öffentlichen Debatte.“
Die SZ-Kommentatorin (29.4.20) Claudia Henzler schreibt: „Das ist ethisch gesehen einfach nur: völlig daneben.“