2747: Matti Geschonneck verfilmt Juli Zehs „Unterleuten“.

Matti Geschonneck, geb. 1952, ist mit Krimis erfolgreich, hat aber 2017 mit Eugen Ruges „In Zeiten abnehmenden Lichts“ auch einen großen künstlerischen Erfolg erzielt. Nun hat er für das Fernsehen Juli Zehs Erfolgsroman „Unterleuten“ (als Dreiteiler) verfilmt (München/Luchterhand. 2016, 643 S.). Das Buch über die Anti-Windkraft-Hysterie in Brandenburg, gegen Landlebenverklärung, über Politikverachtung und Resignation. In dem der Politikwissenschaftler Herfried Münkler, geb. 1951, persönlich auftritt. Nun kommt auch noch Tesla.

Der Roman ist sehr differenziert, er versucht, Ossis und Wessis gerecht zu werden. In Geschonnecks Film werden die Ossis von Schauspielern aus der DDR gespielt (Thomas Thieme, Hermann Beyer, Dagmar Manzel, Christine Schorn und Charly Hübner) und die Wessis von West-Schauspielern (Mina Tander, Alexander Held, Ulrich Noethen): ZDF am 9., 11. und 12. März um 20.15 Uhr. Geschonneck, der die DDR 1976 nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns verlassen hatte, spricht im Interview mit Christian Mayer (SZ 6.3.20) ausführlich über seinen Vater, den großen DDR-Schauspieler Erwin Geschonneck (1906-2008).

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