2679: Auch Obama hat schon eine falsche Nahost-Politik gemacht.

1. Barack Obamas Versuch, die USA 2009 aus Nahost zurückzuziehen, war falsch. Das Ergebnis sehen wir jetzt.

2. 2015 meldete sich die russische Diktatur, die zu Hause mit sozialer Ungerechtigkeit zu kämpfen hat, in Nahost zurück. Russland bemüht sich, die heimischen Probleme durch außenpolitische Aggressivität (Beispiel Krim) zu übertünchen.

3. 1990 hatten die USA ohne Erfolg begonnen, direkt in Nahost zu intervenieren.

4. Heute haben die USA dort immer noch 68.000 Soldaten, eine Flugzeugträgerkampfgruppe sowie Luftwaffen- und Marinebasen in Katar und Bahrain.

5. Die Destabilisierung des Irak hatte den Aufstieg des Islamischen Staats (IS) ermöglicht.

6. Die Mullahs im Iran versuchen, u.a. durch Militärhilfe die gesamte Region zu destabilisieren, um sie dem eigenen Einfluss zu unterwerfen.

7. Das reiche Saudi-Arabien bemüht sich als Antipode Irans um militärische Aufrüstung.

8. Die Türkei unterstützt in der Region sunnitische Kräfte wie die Muslimbruderschaft und kauft bei Russland Waffen.

9. Die einzigen Verbündeten der USA in Nahost sind Israel (das militärisch u.a. durch Atomwaffen stark ist) und Saudi-Arabien. Die EU ist geo- und militärpolitisch impotent.

10. Im Golf von Hormus werden die USA permanent von Iran mit Drohnen und seiner Kriegsmarine bedroht.

11. Entgegen den Erwartungen war Donald Trump bereit, in Nahost punktuell auf militärische Macht zu setzen.

12. Irgendwann wollen die USA sich aus der Region zurückziehen, was die Kriegsgefahr dort erhöht (Bernard Haykel, SZ 9.1.20).

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