2657: Gabriele Tergit „Effingers“ (1951)

Die Schriftstellerin und Essayistin Thea Dorn, die auch zum Team des „Literarischen Quartetts“ gehört, empfindet es als einen Skandal, dass Gabriele Tergits „Effingers“ (1951, Neuauflage 2019) nicht längst Teil des Kanons der deutschen Literatur ist.

„Gabriele Tergit erzählt in ‚Effingers‘ die Geschichte zweier jüdischer Familien vom Kaiserreich bis zum Holocaust. Dabei gelingt der Autorin ein doppeltes Wunder: Sie verbindet den langen Erzählatem eines Honoré de Balzac mit dem Tempo der Gerichtsreprterin aus der Weimarer Zeit; und ihr Blick auf Deutschland – Tergit selbst floh vor den Nationalsozialisten ins Exil, in dem sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1982 blieb – ist so schonungslos entlarvend wie liebevoll erinnernd. Ein bestürzendes Leseglück sondergleichen.“ (SZ 20.12.19)

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