2571: Die DDR war ein Unrechtsstaat.

Cerstin Gammelin (SZ 9.10.19) kritisiert scharf die Versuche der mecklenburg-vorpommerschen Ministerpräsidentin (SPD) und des thüringischen Ministerpräsidenten (Linke), für die DDR den Begriff Unrechtsstaat zu vermeiden:

„Es ist gefährlich, wenn sich Politiker jetzt daran machen, die Definition des Begriffs Unrechtsstaat, der auf die DDR damals zutraf, an die heutigen Bedürfnisse anzupassen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Manuela Schwesig (SPD), Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern, werfen sich mit heroischer Geste vor ihre ostdeutschen Landsleute und lehnen den Begriff Unrechtsstaat für die DDR ab. Man kann darüber nur staunen. Glauben sie wirklich, dass sie mit dieser absurden Beschützergeste den Bürgern im Osten helfen, ja neue Wähler gewinnen?“

Im Osten habe eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem real existierenden Sozialismus nie stattgefunden.

„Es liegt auch an diesem Versäumnis, dass der AfD im Osten das Unfassbare gelungen ist, die friedliche Revolution teilweise für sich zu kapern. Wer nur gelernt hat, in radikalen Strukturen zu denken, der schwenkt eher von ganz links nach ganz rechts als zur demokratischen Mitte. Man beschmutzt also nicht die Bürger im Osten, wenn man die DDR einen Unrechtsstaat nennt.“

 

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