Der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn hat auf dem Parteitag in Brighton erklärt, es könne für Großbritannien eventuell besser sein, aus der EU auszutreten. Sollte Labour an die Regierung kommen, werde man einen Deal mit der EU aushandeln und dann diesen Deal zur Abstimmung bringen. In der BBC sagte Corbyn, die Partei werde erst nach Neuwahlen und erfolgreichen Verhandlungen mit Brüssel darüber entscheiden, wofür sie plädiere.
Ja, was denn nun?
Der unzuverlässige, unklare Labour-Kurs beim Brexit geht weiter. Es sind anscheinend nicht nur die Tories, die mit PR-Figuren wie Boris Johnson den Ruf einer der ältesten Demokratien aufs Spiel setzen. In diesem Punkt ist Labour nicht besser. Furchtbar! Das alles schadet dem United Kingdom und der EU.
Viele Labour-Delegierte wollen schon auf dem Parteitag festlegen, dass Labour sich gegen den Brexit ausspricht. Der Vizeparteichef Tom Watson sollte von Corbyn-Vertrauten gestürzt werden. Watson sprach von einem „Anschlag sektiererischer Kreise“. Ein Berater Corbyns trat mit Verweis auf den fehlenden „moralischen Kompass“ der Parteiführung zurück (CK, SZ 23.9.19).
Gott erbarme sich Großbritanniens.