Der Fernsehunterhalter Harald Schmidt ist seit langem nicht mehr im Programm. Ich wünsche ihn mir, aber dafür gibt es wohl keinen Markt mehr. Schmidt ist seit mehr als zehn Jahren Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Eva Schläfer hat ihn (FAS 15.9.19) nach dem Einfluss neuer sozialer Medien auf solche Krankheiten befragt.
FAS: Schlimme Geschehnisse, aber auch teilweise ganz banale Ereignisse führen heute vor allem durch die Anonymität des Internets dazu, dass manche Menschen Hemmschwellen überschreiten und andere beschimpfen. Denken Sie, dass solche Hasstiraden Menschen krank machen?
Schmidt: Wissen Sie, was wunderbar ist? Das bekomme ich null mit, weil ich keine Sekunde in diesen Foren verbringe. Für mich ist das absolut nicht präsent. Ich bin weder bei Facebook noch bei Instagram, ich bin nirgends. Diese ganzen sozialen Medien rauschen vollständig an mir vorbei.