Das CDU-geführte Nordrhein-Westfalen hat eine Initiative gestartet, dass künftig in der Berichterstattung die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden soll. Sie fand ein geteiltes Echo. Die meisten anderen Bundesländer verwiesen auf den Pressekodex des Deutschen Presserats (Zusammenschluss von Verlegern und Journalisten), in dem es heißt, dass die Nationalität eines Tatverdächtigen nur dann genannt werden darf, wenn „ein begründetes öffentliches Interesse“ daran besteht. Der Pressekodex habe sich bewährt. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) meinte, es führe nicht zu Transparenz, die Nationalität des Tatverdächtigen zu nennen. „Genau so wenig berichtet die Polizei über Kleidung, Haarfarbe oder Größe der Tatverdächtigen. Es sei denn, diese Angaben sind relevant.“ (SZ, epd 29.8.19)