2373: Für Impfpflicht gegen Masern

Werner Bartens (SZ 6.5.19) schreibt:

„Eine Impfung gegen Masern ist aus individueller wie epidemologischer Sicht sinnvoll, ihr Nutzen in vielen seriösen Studien belegt. Um den Faktor 100 bis 1.000 sind Risiken der Impfung seltener als Komplikationen der ‚durchgemachten‘ Masern, wie zynische Impfgegner sie empfehlen. In jedem 500. Masernfall kommt es zur akuten, in jedem 1.000 bis 3.000 Fall Jahre später zu einer – immer tödlichen – Hirnentzündung. Diese eindeutige Nutzen-Schaden-Bilanz ist es, die jeden sachlich abwägenden Menschen für die Impfung einnehmen muss. Impfgegner führen hingegen

absurde Verschwörungstheorien

und wissenschaftlich unseriöse Behauptungen an. Impfskeptiker berufen sich oft auf ihren emotionalen Standpunkt. Da ist etwa die Scheu, ein Kleinkind mit einer Spritze piksen zu lassen, in der eine Substanz enthalten ist, von der sie nicht wissen, wie sie wirkt. Zudem ist die Bedrohung unsichtbar, ist die Krankheit durch jahrelange Impfbemühungen doch weitgehend aus dem Alltag verschwunden.

Wer das ablehnt, muss sich erstens gefallen lassen, unter Ideologie-Verdacht zu geraten, und zweitens fragen, ob gefühliges Halbwissen ausreicht, um die fahrlässige Körperverletzung Wehrloser in Kauf zu nehmen. Insofern hat Jens Spahn recht, wenn er eine Impfpflicht fordert. …“

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