1. Der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Gerhard Wegner, stellt fest: Die jungen Erwachsenen in Deutschland sind eine „postchristliche Generation“. Dabei glücklich und zufrieden auch ohne Glauben.
2. 19 Prozent bezeichnen sich als religiös, 20 Prozent als teilweise religiös, 61 Prozent als nicht religiös.
3. 33 Prozent sagen, dass sie mit dem Glauben an Gott nichts anfangen können.
4. Mit 28 Jahren ist die Kirchenaustrittswelle am größten.
5. Es ist gar nicht so sehr die dezidierte Ablehnung der Kirchen, die zunimmt, sondern die ökonomische Überlegung „Was bringt mir das?“ führt zum Austritt.
6. Die größte Austrittswelle gab es nach der Einführung des Solidaritätszuschlags 1991.
7. Die Papstwahlen 2005 und 2013 haben für die Kirchenmitgliedschaft nichts gebracht.
8. Andere Religionsgemeinschaften profitieren nicht vom Mitgliederschwund der Volkskirchen.
9. Evangelikale Freikirchen haben in Deutschland ca. 1,5 Millionen Mitglieder.
10. Esoterische Gemeinschaften wachsen ebenso wenig wie Buddhisten.
11. Selbst unter Muslimen gibt es Säkularisierung.
12. Atheistische Verbände wie die Humanistsische Union kommen im Land auf etwa 30.000 Mitglieder.
13. Eine Sinus-Milieustudie zeigt sowohl in konservativ-wohlhabenden Kreisen als auch in alternativ-postmatriellen Milieus ein großes Interesse an Religion.
14. 2013 sagten 15 Prozent der Befragten, sie fühlten sich mit ihrer Kirche verbunden.
15. Dort, wo die Kirche in der Minderheit ist, fühlen sich ihre Mitglieder besonders wohl.
16. Zu Weihnachten werden die Kirchen voll bleiben. Von ihrer institutionellen Macht müssen sie einiges abgeben.
(Matthias Drobinski, SZ 22./23.12.18)