Die Schriftstellerin Thea Dorn, 48, die ein belebendes Element im „Literarischen Quartett“ (ZDF) darstellt, macht uns auf folgendes aufmerksam: Schon vor sechzig Jahren hat die Philosophin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt uns darauf hingewiesen, dass die Übertragung des formelgebundenen naturwissenschaftlichen Denkens auf die Sphäre der menschlichen Belange zum Verlust der Sprache und damit zum Verlust des Politischen führt. „Taten, die nicht von Reden begleitet sind, werden ‚unverständlich‘, und ihr Zweck ist gemeinhin, (…) durch die Schaffung vollendeter Tatsachen alle Möglichkeiten einer Verständigung zu sabotieren.“ (SZ 7.12.18)