Vom russischen Präsidenten Wladimir Putin ist bekannt, dass er sich nicht besonders ums Völkerrecht schert. Das sehen wir
– auf der Krim,
– im Donbass und
– im Asowschen Meer.
An guten Wirtschaftsbeziehungen zur EU ist er sehr interessiert. So wurde schon vor längerem das Projekt Nord Stream 2 gestartet. Hunderte Kilometer Röhren sind bereits verlegt, wesentliche Genehmigungen sind erteilt und der Versuch, die EU-Kommission einzuschalten, ist am Widerspruch Deutschlands gescheitert. Da gibt es nicht mehr viel zu stoppen. Falls US-Investoren ausscheren sollten, würde Putin sich bemühen, die Finanzierung alleine zu stemmen.
Nord Stream 2 schadet massiv der Ukraine, weil ihr Röhrennetz überflüssig wird. Mit dem Gas-Transit verliert die Ukraine eine ihrer wenigen Rückversicherungen gegen ein expansives und aggressives Russland. Hat die deutsche Politik das nicht gewusst? „Für Putin kommt es nur darauf an, dass die Pipeline fertig gebaut wird. Der Rest ist Geschwätz.“ (Daniel Brössler, SZ 4.12.18).