Angesichts der Bedrohungsszenarien
Atomtod, Waldsterben, Gentechnik und Flüchtlinge
geht in Deutschland verstärkt die Angst um. Der Leiter des Zentrums liberale Moderne bei den Grünen, Ralf Fücks, 66, der vorher Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung war, sieht Gründe für mehr politische und gesellschaftliche Zuversicht. In der SZ (10.7.18) schreibt er:
„Dabei haben wir gute Gründe, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Die demokratischen Institutionen von heute sind viel robuster als in der Weimarer Republik, und die Demokratie ist viel tiefer in der Gesellschaft verankert. Wir müssen angesichts der AfD nicht in Faschismus-Panik verfallen. Das gilt auch für die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Deutschland verfügt über ein großes wissenschaftliches und industrielles Potential, einen starken Mittelstand, eine gut ausgebaute Infrastruktur. Trotz des nachlassenden Elans der Politik sind wir einer der Vorreiter für umweltfreundliche Technologien. Die Staatsfinanzen lassen viel Spielraum für Zukunftsinvestitionen. Neben den Leuchttürmen Berlin, München und Hamburg gibt es eine Vielzahl attraktiver Städte, die junge Menschen aus aller Welt anziehen. Wenn wir uns nicht selbst im Weg stehen, haben wir alle Voraussetzungen, auch künftig ein erfolgreiches Land zu sein.“