Deutschland ist noch sicherer geworden. Das ergibt die polizeiliche Kriminalstatistik 2017. Sie beruht auf der Zahl der bei der Polizei angezeigten Delikte. „Es sank auch die von Geflüchteten ausgehende Kriminalität.“ Die Kriminalität ist seit 1992 nicht mehr so niedrig gewesen wie 2017. Die Zahl der Diebstähle sank um 11,8 Prozent. Bei Autodiebstählen betrug der Rückgang 8,6 Prozent, bei Taschendiebstählen 22,7 Prozent, bei Wohungseinbrüchen um 23 Prozent. Bei der Gewaltkriminalität (Mord, Totschlag, schwere und leichte Körperverletzung usw.) gibt es einen Rückgang von 2,4 Prozent. Dies gab Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bekannt.
Wie schon immer nimmt die Bevölkerung dies bei weitem nicht angemessen zur Kenntnis, sondern verharrt vielfach in ihrer Kriminalitätsangst. Diese lässt sich verkoppeln mit der Angst vor Flüchtlingen. Geschürt wird die Angst von der Sicherheits-Industrie und von großen Teilen der Politik (insbesondere CSU, CDU, FDP und AfD).
Der Anteil der Täter ohne deutschen Pass an der Statistik ist gesunken.
Zugenommen haben Kinderpornografie, Computerbetrug, Leistungskreditbetrug, Drogendelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz, islamistische Delikte und Antisemitismus. Im linken Spektrum stiegen die Gewaltdelikte um 15,6 Prozent besonders wegen der Gewaltdelikte beim G-20-Gipfel in Hamburg (Constanze von Bullion, SZ 9./10.5.18).