1962: Mark Zuckerberg sollte zurücktreten.

Facebook hat groß gemacht, dass Mark Zuckerberg den Schutz geistigen Eigentums und der Privatsphäre geringschätzt. Aber es hat weltweit Millionen von Menschen verbunden. Das ist sein Verdienst. Nun kommt der Konzern ernsthaft in Gefahr, weil die Affäre um die Politikberatungsfirma Cambridge Analytica (ca. 87 Millionen persönlicher Datensätze) Wahlbeeinflussung beinhaltet.

Es wird gefordert: „Schluss mit der ebenso grenzen- wie gedankenlosen Ausbeutung und Monetarisierung aller Nutzerdaten, die die Privatsphäre atomisiert. Das Problem ist nur: Diese Ausbeutung ist kein Randeffekt, sondern Kern des Zuckerbergschen Geschäftsmodells.“

Auf die Dauer wird Zuckerberg mit stereotypen Demutsgesten und der Verheißung künftiger Algorithmen nicht mehr durchkommen. „Für die Entwicklung einer neuen Strategie, für die Zähmung und Demokratrisierung des Konzerns .. ist er der falsche Mann. Wenn er seiner eigenen Schöpfung die Zukunft nicht verbauen will, sollte er den Weg für einen Neuanfang frei machen.“ (Claus Hulverscheidt, SZ 12.4.18)

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