1945: AfD im Betrieb

Der Münchener Professor für Arbeitsrecht, Dieter Sauer, konstatiert in den Betrieben und bei den Betriebsräten in Deutschland einen „Klimawandel“ durch die Enttabuisierung fremdenfeindlicher Meinungen. Seine Forschungsgruppe legt demnächst eine Studie vor mit dem Titel „Rechtspopulismus und Gewerkschaften“. Der Hauptvorwurf an die IG Metall lautet, dass sie sich zu sehr um die Flüchtlinge kümmere. Die Gewerkschaften sollten sich aus der Politik heraushalten, eine immer wieder gehörte Fehlmeinung zur Arbeit von Betriebsräten, deren Arbeit natürlich politisch ist.

Die Beschäftigten klagen über Leistungsverdichtung, gestiegene Qualitätsanforderungen und über eine mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit. Sie fürchten die Digitalisierung. Sauer sieht eine tatsächlich gegebene Schwachstelle bei der IG Metall darin, dass sie zu vorsichtig agiere. Die enge Verflechtung und Zusammenarbeit zwischen Unternehmensführung und Betriebsräten sei der Grund für das wachsende Misstrauen gegenüber IG Metall. Das habe die AfD schon bei den Betriebsratswahlen genutzt. Die IG Metall sei darauf nicht ausreichend vorbereitet (Robert Pausch, Die Zeit 15.3.18).

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.