1928: „Und Henry Miller würde heute wohl gleich gehängt?“

Mit 88 Jahren ist ein Schriftsteller wohl manchmal unerschrocken. Jedenfalls antwortete der Schweizer Schriftsteller Paul Nizon („Canto“) im „Literarischen Salon“ der 18. Litcologne auf die Frage von Guy Helminger und Navid Kermani nach der MeToo-Debatte mit der Gegenfrage: „Und Henry Miller würde heute wohl gleich gehängt?“ (Hans-Peter Kunisch, SZ 16.3.18)

Henry Miller (1891 – 1980) war der US-amerikanische Autor mancher Jugendlektüre meiner Generation mit „Wendekreis des Krebses“ (1934), „Wendekreis des Steinbocks“ (1939), „Stille Tage in Clichy“ (1940), „Sexus“ (1949), „Plexus“ (1953) und „Nexus“ (1960). Der deutschstämmige Miller war in Paris der Partner Anais Nins (1903-1977). Seine Bücher erschienen später in Deutschland überwiegend bei Rowohlt.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.