In ihrem Buch
„Mit Rechten reden“
empfehlen Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn, auf demonstrative Empörung über Rechtspopulisten zu verzichten, besser versuchen, sie ernst zu nehmen. Alle Gegenaggression, aller Ausschluss aus dem Diskurs (oder gar aus der Demokratie) nutzen eher der Gegenseite, weil sie so in ihrer seltsamen Mischung aus Opfer- und Überheblichkeitsgefühlen bestärkt wird. Wo es geht, soll man AfD und Identitären sachlich klarmachen, dass die Flucht aus einer pluralistischen, verflochtenen Welt nicht möglich ist.
Auf der Frankfurter Buchmesse hat diese Taktik nicht funktioniert, wo jenes Buch vorgestellt wurde, da gab es Krawall und Gesprächsverweigerung.
Die wahre Probe auf die richtige Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten findet im Deutschen Bundestag und beim AfD-Wähler nebenan statt.
Es muss sein, und es wird unangenehm (JSL, SZ 30.31.12.17).