1798: Netzneutralität

Netzneutralität ist eines der Grundprinzipien des Internets. Es besagt, dass alle Internet- und Mobilfunkanbieter alle Daten gleichberechtigt transportieren müssen. Dabei ist es gleich, um welchen Datentyp es sich handelt, von wo sie kommen und an wen sie gerichtet sind. Damit sind sie Telefonanbietern vergleichbar, die nicht selbst bestimmen können, ob ein Anruf durchgestellt oder unterdrückt wird. Das hilft der

Meinungsfreiheit

und dem Wettbewerb zwischen den Firmen. Wer einen Streamingdienst eröffnen möchte, muss sich keine Sorgen machen, dass seine Filme stotternd beim Zuschauer ankommen.

Von der Entscheidung der FCC über die Netzneutralität in den USA wird befürchtet, dass die Anbieter den Internet-Zugang in kleine Pakete aufteilen werden und Zusatzgebühren von Kunden oder Anbietern verlangen. Betreiber kleinerer Suchmaschinen und Streamingdienste fürchten, dass Konzerne wie Google und Netflix sich eine bezahlte Priorisierung ihrer Daten leisten können (Johannes Kuhn, SZ 15.12.17). Das wäre dann wieder das

Recht des Stärkeren.

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