1755: Junge Muslime wollen gleiche Chancen.

Die dreißigjährige freie Journalistin und Bloggerin, Cigdem Toprak, die in Frankfurt/Main lebt, schreibt über junge Muslime:

„Junge Menschen muslimischen Glaubens interessieren sich nicht für muslimische Feiertage oder Gebetsräume an Universitäten. Sie wollen die gleichen Chancen auf eine gute Zukunft wie ihre Freunde deutscher Herkunft. Anerkennung wollen sie nicht für ihre Religion, sondern für die Symbiose ihrer deutschen und nicht deutschen Kultur und Lebensweisen. Sie wollen in ihrem Alltag nicht mit ihrer Religion konfrontiert und darauf reduziert werden, als Opfer gesehen oder als Sonderlinge behandelt werden. Sie wollen ein selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft sein und das genießen,

was Deutschland so lebenswert macht: Freiheit.

Sie wollen als säkulare Bürger dort ankommen, wo sie bereits zu Hause sind. Denn wenn sie in der Heimat ihrer Eltern sind, dann wissen alle, welchen Ort sie meinen, wenn sie nach drei Wochen sagen: ‚Ich will endlich nach Hause.‘

Sie meinen Deutschland.“ (Die Welt 11.11.17)

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