1709: Bei der Ökumene bremst Woelki.

1. Ende des Jahres 2017 sollten evangelische Christen aus gemischtkonfessionellen Paaren fallweise zur katholischen Kommunion zugelassen werden.

2. Daraus wird wohl nichts; denn dagegen hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki protestiert, ein Antipode des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, des Münchener Kardinals Reinhard Marx. Woelki sieht einen „zunehmenden Dissens in moral- und sozialethischen Fragen“, in der Bioethik, der „Ehe für alle“ und der „Beurteilung von Abtreibung, Sterbehilfe und Scheidung“.

3. Nach Woelkis Wahrnehmung bezeichnet sich die evangelische Kirche als „Konfession der Freiheit“, was im Umkehrschluss ja wohl heiße, dass die katholische Kirche unfrei sei.

4. Woelki bezweifelt „angesichts der vielen Spaltungen des Protestantismus“, dass sich auf Martin Luthers sola scriptura eine Bekentniseinheit gründen lasse, es brauche eben doch Papst und Lehramt.

5. Woelki: Die Protestanten sollten den Katholiken entgegenkommen. In der Definition des Messopfers, des Priestertums, des Bischofsamts.

6. Sieben (7) der 27 Diözesanbischöfe, die sich zur Herbstversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda treffen, sind gegen die Einladung ausgewählter Protestanten zur Kommunion.

7. In der Flüchtlingspolitik überholt Woelki Marx ziemlich weit links: Er ließ vor dem Dom ein Flüchtlingsboot zum Altar werden. Und er ließ den Dom verdunkeln, wenn Pegida sich dort versammelte.

8. Den meisten evangelisch-katholischen Paaren kann das egal sein. Seit Jahren halten sich die meisten katholischen Pfarrer nicht mehr an das Kommunion-Verbot (Matthias Drobinski, SZ 25.9.17).

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