1672: Mehr als 30 Prozent Doper bei Leichtathletik-WM 2011

Der Arbeitsbereich Kognition und Wahrnehmung der Universität Tübingen hat unter der Leitung von Rolf Ulrich im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur (Wada) das Ausmaß des Dopings bei der Leichtathletik-WM in Daegu (Südkorea) 2011 bestimmt. Gemeinsam mit dem Mainzer Anti-Doping-Forscher Perikles Simon.

Dazu beantworteten 12o2 Athleten (darunter 65 deutsche) zwei Fragen auf einem Tablet. Die Rücklaufquote (normalerweise 30 Prozent) lag bei 90 Prozent. Anonymität war gewährleistet. Zu identifizieren waren die Athleten über ihren Geburtstag. Die Wissenschaftler berechneten aus diesen Angaben näherungsweise ihre Korridore.

Ergebnis: nach eigener Aussage waren über 30 Prozent der Athleten bei der Leichtathletik-WM in Daegu gedopt.

Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) unter Sebastian Coe hat versucht, dieses Ergebnis zu verheimlichen (Johannes Knuth SZ 30.8.17; Johannes Aumüller SZ 30.8.17).

 

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