Donald Trump will die Reindustrialisierung der USA mit Kohle, Öl und Atomkraft sichern. Wladimir Putin (Russland) baut auf Erdgas und Öl. Und die Energiewende stockt. Es sind zu viele alte Kraftwerke am Netz und produzieren Überschüsse. Ein verbindlicher Kohleausstieg bis 2040 muss her.
Energieintensive Unternehmen profitieren vom niedrigen Strompreis. Auf Kosten der Verbraucher. Die müssen fatalerweise die Kosten für den Ausbau der Stromnetze tragen wie auch die der Abwrackprämien, die auf den Strompreis draufgelegt werden. Dabei hat der Staat Bundesrepublik alle Kosten und Risiken der Atomindustrie auf seine Schultern genommen, damit die Verbraucher billigen Strom bekommen.
Die Energiewende droht an den Subventionsmechanismen zu scheitern. Je billiger der Strom wird durch gesteigerte Produktion, desto höher steigen die Preise für die Verbraucher, weil den Erzeugern Preise garantiert worden sind. Überall verzerrte Preise. Ganz im Interesse der alten Monopolisten mit ihrer umfassenden Lobbyarbeit.
Das deutsche Stromnetz ist das sicherste weltweit. Eine Überlastung der Netze droht nicht durch erneuerbare Energien, sondern durch die großen Mengen konventioneller Energie, die trotz aller Klimaziele nach wie vor eingespeist werden. Zwei von drei neuen Trassen dienen dem Transport von Kohlestrom. Gefahr für die Energiesicherheit droht zudem durch die Abhängigkeit von Kohle-, Gas- und Ölstaaten, aus der wir uns nur durch einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien lösen können.
Es darf nicht sein, dass eine Gesellschaft, die mit ihrem Staat bereits gezeigt hat, dass sie die Energiezufuhr umsteuern kann, die Energiewende verspielt und den alten Kartellen zum Opfer fällt. An der Energiewende dürfen wir uns auch nicht von Artenschützern hindern lassen.