1560: „Links-Kurs“ bringt SPD nichts.

Die Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig Holstein hat die SPD verloren. Der neue Schulz-„Links-Kurs“ bringt ihr offenbar nichts. Und der Schulz-Hype ist weg. Trotzdem hat der Parteilinke Ralf Stegner den „Gerechtigkeitskurs“ seiner Partei gelobt. Da ist nichts zu machen. In Schleswig-Holstein ergibt sich aus dem Wahlergebnis eher eine

Jamaika-Koalition (Schwarz-Grün-Gelb)

als eine

Ampelkoalition (Rot-Grün-Gelb).

Denn Torsten Albig, der alte Ministerpräsident, wurde abgewählt. Und die wieder erstarkte FDP kann mit der SPD und Albig nicht. Die Grünen sollten sich wohl überlegen, welcher Partei und welchem Kandidaten sie zum Sieg verhelfen.

Die CDU hat sich klug und wahltaktisch diszipliniert verhalten. Wo sie Angela Merkel nicht wirklich zustimmt (Flüchtlingspolitik, Doppelpass, Leitkultur, Islamgesetz, Behandlung der Türkei) bezieht sie Politiker wie

Jens Spahn

geschickt in ihren Wahlkampf ein. Der trägt dazu bei, dass die CDU für Konservative wählbar bleibt.

In Nordrhein-Westfalen sieht die neueste Umfrage zu den Landtagswahlen am nächsten Sonntag so aus:

SPD 32 Prozent,

CDU 32 Prozent,

FDP 12 Prozent,

Grüne 7,5 Prozent,

Linke 6,0 Prozent,

AfD 6,0 Prozent.

Da ist noch fast alles offen. Und die SPD glaubt ja wohl nicht, dass sie allein mit der NRW-Bräsigkeit von Hannelore Kraft durchkommt. Oder doch? Armin Laschet ist zwar kein begnadeter Wahlkämpfer, wird aber von vielen als relativ seriös betrachtet. Die FDP neigt mit Christian Lindner zur CDU. Eine spannende, wahrscheinlich vorentscheidende Wahl.

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