Die AfD ist nicht die Partei der Abgehängten. Sie ist nach Vermögen, Einkommen und Bildung eine Partei der Mitte (Marc Felix Serrao, FAS 19.3.17; Claus Leggewie, SZ 21.3.17). 60 Prozent ihrer Mitglieder sind Angestellte und Rentner. Das herausragende Kennzeichen der Partei ist
die Angst vor der Zukunft.
Lösungen erwartet niemand von dieser Partei. Aber die Ablehnung unseres „Systems“. Einschließlich seines „Establishments“. In dem Sinn ist die Partei doch die Vertreterin der Zu-Kurz-Gekommenen. Wahrscheinlich geht das interne Zerfleischen, Belauern und Verachten weiter. Dann gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Falls die AfD sich weiter etabliert, besteht die Wahrscheinlichkeit einer fortdauernden großen Koalition. Das wäre keine gute Lösung, aber doch ein geringeres Übel als die Mitwirkung der Populisten an der Regierung.