Die AfD kämpft weiter gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD und ZDF). Obwohl deren institutioneller Status durch die insgesamt schlüssige und kontinuierliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts seit vielen Jahrzehnten vollständig gesichert ist. Die AfD kann sich mit der auch finanziellen Unabhängigkeit von ARD und ZDF nicht abfinden. Dabei ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Hauptsäule des dualen (öffentlich-rechtlichen und privaten) Rundfunks und ein Garant für eine freie Berichterstattung („Tagesschau“, „Tagesthemen“, „Heute“, „Heute-Journal“, viele Magazine etc.). Der Rundfunkbeitrag beträgt monatlich 17,50 Euro.
Die AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hat dazu eine große Anfrage eingereicht. Man wisse, dass sich in Sachsen-Anhalt 145000 Haushalte weigerten, den Rundfunkbeitrag zu bezahlen. Es gäbe dort fast 44000 Zwangsvollstreckungen. Die AfD fordert „die umgehende Abschaffung der Zwangsfinanzierung des öffentlichen Rundfunks“ und wehrt sich gegen mögliche Erhöhungen von 2021 an (FAZ 11.3.17).
Auch hier klingt die DDR-Abhängigkeit der AfD durch. Schlimm!