1403: Künast klagt gegen Facebook.

Die Grünen-Politikerin und ehemalige Bundesministerin Renate Künast hat Strafanzeige gegen eine Falschmeldung auf Facebook gestellt. Dort war sie im Zusammenhang mit dem Mord an einer Freiburger Studentin mit einem Satz zitiert worden, der gar nicht von ihr stammte: „Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“ Als angebliche Quelle für das Zitat war die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) angegeben worden. Die will nun auch juristisch dagegen vorgehen. Als erster Verbreiter der Falschmeldung gilt ein schweizerischer Rechtsaußen-Populist.

Heribert Prantls Kommentar dazu: „Die Strafanzeige, die die Grünen-Politikerin Renate Künast gegen Facebook wegen eines dort verbreiteten erfundenen Künast-Zitat gestellt hat, ist .. richtig. Wenn Facebook zu Fake-Book, zur öffentlichen Lügenplattform, wird und sich Facebook nicht um rasche Löschung der öffentlichen Lügen bemüht, dann sollte Facebook mit Strafanzeigen zugeschüttet werden. Das erhöht den offensichtlich notwendigen Druck auf die Staatsanwaltschaften, lügnerischen und hetzerischen Missbrauch des Internets zu ahnden.“ (SZ 12.12.16)

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