1289: Der Raub des jüdischen Kunst-Eigentums

„Tausende Kunstwerke waren es, welche die Amerikaner im Jahr 1949 den Deutschen übergaben. Sie stammten aus den beschlagnahmten Sammlungen der Nazi-Größen. Der Auftrag an die Deutschen war klar: Diese Werke gehören den Juden, denen sie geraubt wurden. Findet die rechtmäßigen Besitzer!

Doch die Deutschen kümmerten sich nicht darum. Sie verteilten die Kunst auf ihre Museen, wo sie bis heute hängen, oder sie versteigerten sie zugunsten öffentlicher Kassen. Eine andere, noch skandalösere Praxis wurde soeben bekannt: Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Finanzbehörden verkauften Raubkunst auch direkt an Angehörige von Nazis (oder an diese selbst) zurück – an dieselben Leute also, denen die Amerikaner sie weggenommen hatten.“ (Jörg Häntzschel, SZ 13.7.16)

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