In Lindau am Bodensee treffen sich jährlich hervorragende Wissenschaftler, darunter Nobelpreisträger. Sie bleiben meist nicht unter sich, sondern stehen Studenten und anderen jungen Menschen Rede und Antwort. In diesem Jahr hat für die SZ Patrick Illinger den israelischen Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 2011, Dan Shechtman, interviewt (5.7.16). Shechtman sprach über die Fähigkeiten von Wissenschaftlern, insbesondere aber über die überragende Bedeutung von Lehrern:
„Ich sage Ihnen, es reicht nicht, ein guter Wissenschaftler zu sein. Man braucht weitere Fähigkeiten. Man muss mit Menschen reden können. Man muss seine Ideen ausdrücken können. Man muss mit Vorgesetzten umgehen können. Soziale Fähigkeiten sind genau so wichtig wie das Fachliche. Eine Gesellschaft, die solche Dinge lehrt, hat Erfolg. In diesem Sinne müssen wir auch die Schulbildung ausrichten. Die wichtigsten Menschen der Welt sind Lehrer. Sie halten die Zukunft in ihren Händen. Wir müssen die Lehrer sorgfältig auswählen. Wir müssen sie gut bezahlen. Das Lehren darf nicht nur in Inhalten bestehen, Lehrer müssen auch Vorbilder sein. Und wer als Lehrer nicht taugt, darf nicht unterrichten.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.