934: Sozialisten beschneiden Deutschunterricht.

Die französische Regierung schränkt den Deutschunterricht ein. Es geht um die Mittelstufe (Collège). Bislang wählten die Schüler eine erste Fremdsprache in der Grundschule und eine weitere im dritten Jahr des Collège. Nun soll die zweite Fremdsprache bereits im zweiten Collège-Jahr hinzukommen. Das wäre eine erfreuliche Maßnahme, würde dadurch nicht die seit 2002 bestehende vorzügliche Einrichtung der ‚classes bilangues‘, der Doppelfremdsprachenklassen geopfert.

Mit diesem System, das in mittlerweile 3.500 Klassen durchs ganze Land vom sechsten Schuljahr an gleich zwei Fremdsprachen anbietet, konnte insbesondere der Rückgang des Deutschen gebremst und hinter dem Englischen (98 Prozent) und Spanischen (47 Prozent) auf 15 Prozent stabilisiert werden. Die Fremdsprachenkombination Englisch-Deutsch wird heute annähernd von 90.000 Schülern genutzt.

Damit soll nun Schluss sein, außer für jene verschwindend kleine Zahl von Schülern, die Deutsch als erste Fremdsprache lernen. Die Doppelfremdsprachenklassen werden abgeschafft ebenso wie die ‚Europaklassen‘, die den Unterricht mancher Fächer in einer Fremdsprache anbieten (Joseph Hanimann, SZ 15.5.15).

Keine Extrawurst mehr für Begabte und Privilegiuerte, so will es die französische Regierung.

Typisch sozialistische Bildungspolitik.

Statt Kinder zu fördern und zu Fremdsprachen zu motivieren, Senken der Anforderungen und Beschneiden des Angebots.

Das geht in die falsche Richtung.

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