5431: Restalinisierung Russlands

Stalin ist zurück in Russland. Unter Putin gibt es 120 Stalin-Denkmäler. Wir können von einer Restalinisierung sprechen. Das erinnert an den Gulag, die Erschießung von 20000 polnischen Offizieren in Katyn 1940, die Hungerkatastrophe in der Ukraine und den Hitler-Stalin-Pakt 1939. Putin erscheint vielen Russen als Inkarnation Stalins (eines Georgiers). Angst regiert wieder das Land. Das kennen die Russen. Bei ihnen hat es noch nie eine freie Wahl gegeben. Weder beim Zaren noch bei Lenin, Stalin, Chruschtschow, Breschnew oder Putin. Alexej Nawalny wurde am Polarkreis ermordet. Um Wladimir Putin ist ein neuer Führerkult enstanden. Für ihn ist es am besten, am Krieg festzuhalten. Das verspricht am meisten Erfolg (Michael Thumann, Die Zeit 7.8.25).

Unter Stalinismus verstehen wir die Zeit von 1927 bis zu Stalins Tod 1953, Auf dem XX. Oarteitag 1956 rechnete Nikita Chruschtschow mit Stalin ab, wurde aber bereits 1964 von Breschnew abgelöst. Der Stalinismus war durch ideologischen Dogmatismus gekennzeichnet. Und durch Mord. Trotzki wurde 1940 in Mexiko umgebracht. Charakteristisch waren Schauprozesse. In der großen Reinigung 1936-1938 (Tschistka) sollen 1,5 Millionen Menschen umgebracht worden sein. Regiert wurde mit Gewalt, Terror und Mord. Die Ukrainer erlebten den Holodomor (die große Hungerkatastrophe). Besonders folgsam im Stalinismus waren die SED und die DDR. Viele Städte in der Sowjetunion und der DDR wurden nach Stalin benannt (z.B. Stalinstadt). Furchtbar war der Hitler-Stalin-Pakt, wo Hitler-Deutschland und die Sowjetunion Osteuropa unter sich aufteilten. In Katyn wurden 20000 polnische Offiziere ermordet. Nach Chruschtschows Abrechnung 1956 führte die Volksrepublik China den Stalinismus fort. Auch Gelehrte wie Werner Hofmann, Georg Lukacs und Jürgen Kuczynski waren zeitweilig Stalinisten. In der 68er-Zeit erreichte der Stalinismus an Deutschlands Universitäten die K-Gruppen.

Haben wir das alles schon vergessen ?

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