5284: Die SPD bei der Koalitionsbildung

Die SPD hat sich nach ihrem relativ schwachen Wahlergebnis von 16,4 Prozent als das erwiesen, wofür sie manchmal zu Recht gelobt wird, als seriöser, verlässlicher Partner in schwierigen Zeiten. Sie hat an der Spitze einen fälligen Wechsel vorgenommen. Lars Klingbeil hat seinen Wahlkreis zum dritten Mal gewonnen. Zuletzt mit 42,1 Prozent. In den Verhandlungen mit der Union hat die SPD sieben Minister herausgeholt, beachtlich. Und die Union hat ihre zehn Minister schon vorgestellt. Mit frischen positiven Akzenten. Dass die Pazifisten in der SPD Wolfram Weimer kaum ertragen, ist völlig normal. Aber der Pazifismus der sechziger Jahre wird dem Kriegsverbrecher Wladimir Putin nicht gerecht. Und nun hat die SPD noch ein Problem, das ich gerne ausgespart hätte, was aber nicht geht: Saskia Esken. Sie hat ihren Wahlkreis im Südwesten noch nie gewonnen und kommt bei Volk und Partei nicht an. Was tun? Eine schwere Entscheidung. Manuela Schwesig und Bärbel bas haben sich gegen Esken ausgesprochen. Und Bärbel Bas hat als Bundestagspräsidentin gezeigt, dass sie auch für höhere Aufgaben geeignet ist.

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